Wie wirklich ist die Wirklichkeit?  
  Wahrnehmung und ihre Folgen für Kommunikation und Zusammenarbeit im Unternehmen.  
  Die Kraft und Macht von Bildern, ist nicht zu unterschätzen.

Wir sind was wir denken. Denkstrukturen bestimmen unsere Wahrnehmung und damit unser Bild von der Wirklichkeit. Umgekehrt wirken unser Bild der Wirklichkeit und unsere Wahrnehmung zurück auf unsere Denkstrukturen. Schauen Sie sich bitte einmal konzentriert die nachfolgenden Bilder an. Achten Sie dabei nicht nur auf das was rein optisch passiert, sondern nehmen Sie auch Ihren inneren Dialog wahr, der sich vermutlich in Gang setzen wird.

 
  "Enigma" - Rätsel - nennt der französische Maler Isia Leviant sein Werk: Im Umfeld der auseinander strebenden Linien drehen sich die bunten Kreise.(Quelle dieser und folgender Bilder sowie teilweise Texte: Focus, 25.02.2008)

Der rationale, logische Teil unseres Verstands wird vielleicht sagen: "Das ist ein Bild, fixiert, nicht animiert und auch kein Hologramm, es kann folglich keine Bewegung zeigen! Oder etwa doch? Ihr Sehzentrum wird vermutlich dagegen antworten: "Ich bin doch nicht blind, ich weiß was ich sehe, außerdem glaube ich eh nur was ich sehe und die bunten Kreise drehen sich! Oder etwa doch nicht?? Naja!?

 
  Vielleicht beginnt jetzt ein Prozess in dem Sie neugierig werden und irritiert zugleich. Wenn Sie irritiert sind umso besser, das ist eine der Grundvoraussetzungen für Veränderung, Neueinschätzung oder -bewertung. Ohne Irritation keine Innovation!

 
  Schauen Sie dieses Bild an und lassen Sie es auf sich wirken. Finden Sie Ihren eigenen Dialog, lassen Sie ruhig auch Kollegen/innen, Bekannte oder Freunde einen Blick darauf werfen und tauschen Sie Ihre Wahrnehmungen aus.

Mit keiner technischen Messmethode werden Sie im Zentrum zwischen den vier Kreisen ein rosa bis rotes Quadrat nachweisen können. Dennoch "glauben" Sie eines zu sehen. Unser Gehirn hat die fantastische Fähigkeit Dinge zu sehen, die gar nicht existent sind und gleichzeitig uns darüber reflektieren zu lassen, dass das was wir sehen gar nicht möglich ist.

 
  Übrigens brauchen wir dazu keine sichtbaren Bilder auf materieller Basis, dieses Phänomen funktioniert genauso mit inneren Bildern, mit Vorstellungen über die Wirklichkeit und auch mit Vorurteilen. Unser Gehirn ist glücklich, wenn es Bekanntes wieder erkennt oder zumindest glaubt es wieder zu erkennen.

Zwölf rote Viertelkreis- Umrisse im Grün - schon fühlt sich das Gehirn zur Eigenproduktion ermuntert und entwirft ein rosarot farbenes Quadrat samt nicht vorhandener Ecken und Kanten. Hier vereinigen sich zwei Illusionen: Eine "subjektive Figur" und der "Neon-Effekt" durch die Komplementärfarben.

Für die Freunde der Geometrie hier noch zwei Beispiele:

Zweidimensional betrachtet sind hier vier gleich rechte Winkel zu sehen. Das Gehirn gaukelt jedoch Unterschiede vor, weil es die 3D-Projektion nicht zu unterdrücken vermag.

 
 

 
  Die Strecken "ab" und "cd" sind gleich lang (Schrank). Da stutzen Kenner der Regeln perspektivischer Verkürzung: Denn nach menschlichem "Ermessen" müsste die Wand höher sein als der Schrank.

 
 

 
  Beim Zylinder wirkt das Phänomen, dass horizontale Strecken kürzer erscheinen als vertikale und eine Teilung diesen Effekt verstärkt.

 
 

 
  Wenn Sie Lust auf noch mehr Bilder zu dem Thema haben, dann klicken Sie auf die folgenden Links und starten den Präsentationsmodus:

Augenverwirrung

Wahrnehmung

Optische Täuschungen

Doch was hat das alles mit Kommunikation und Zusammenarbeit im Unternehmen zu tun, werden Sie sich vielleicht fragen. In einem persönlichen Gespräch unterhalten wir uns gerne ausführlich mit Ihnen über dieses Thema. Vorab können Sie hier einige Aspekte lesen.

"Alles was wir wahrnehmen, ist die Folge einer Interpretation durch das Gehirn", erklärt Heinrich Bülthoff, Direktor am Max-Planck-Institut für Biologische Kybernetik in Tübingen. Die Konstruktionen sind ein Mittel des Denkorgans und der Sinne, die Aufgabe der Wahrnehmung unter schwierigen Bedingungen zu erfüllen. Denn beim Fühlen, Riechen, Sehen, Tasten oder Schmecken gehen Informationen verloren. Im Auge zum Beispiel muss die dreidimensionale Welt auf der zweidimensionalen Netzhaut Platz finden. Nach diesem ersten Schritt der Datenreduktion prasselt immer noch eine enorme Flut von Informationen auf das Wahrnehmungssystem ein. Allein die Rezeptoren im Auge nehmen nach Schätzungen ein Gigabyte pro Sekunde auf. Das entspricht grob 500 000 Buchseiten. Diese Menge ist nur durch Filtern, Ausblenden, Fokussieren und Konzentrieren zu bewältigen. Das Gehirn bedient sich daher einiger Grundregeln. Eine lautet: Nimm die einfachste Lösung als die richtige.

Es ist die Vor-Erfahrung des Menschen, die in dem Chaos von Linien, Reflexen und Farben der Umgebung bekannte Formen identifiziert. Manchmal ist der Drang, eine geläufige Gestalt zu erkennen, so groß, dass dabei ein Mensch zum Zwerg schrumpfen muss.

Ein Gegenmittel besteht darin, sich mehrmals zu vergewissern- und nicht dem mentalen Autopiloten das Steuer zu überlassen. Die Aufmerksamkeit, die Erfahrenheit, die inneren Erwartungen, Stimmungen, Stress, aber auch, was unmittelbar vor einer Situation passiert ist, können wesentlich verändern, wie Menschen wahrnehmen und entscheiden.

"Je mehr Anteile einer Aufgabe automatisch ablaufen, desto offener bleiben wir für Unerwartetes oder Neues", bilanziert Memmert. Deswegen ist es besser, wenn ein Trainer kurz vor dem Wettkampf keine konkreten Anweisungen mehr gibt und stattdessen nur allgemein motiviert - etwa so, wie es Jürgen Klinsmann bei der WM 2006 vormachte.

Es geht darum, nicht die erstbeste Sichtweise zu akzeptieren, sondern verschiedene Wege auszuprobieren.

"Genie", sagte der amerikanische Psychologe William James, "ist wenig mehr als die Befähigung, auf eine nicht gewohnheitsmäßige Art zu sehen."

Auch im hohen Lebenstempo sieht er eine Ursache für Unachtsamkeit.

 
  In eigener Sache  
  Der Neue im Team bin ich, Max Burchardt, Jahrgang 1978. Seit 2009 begleite ich Silvia Kaufhold bei Seminaren und Trainings als Assistenz und seit Ende 2010 bin ich K&T-Partner und Inhaber von K&T Mainz.

Mit Begeisterung und Leidenschaft bin ich für Sie in den Bereichen PE und OE unterwegs, sei es durch Coaching, Begleitung von Veränderungsprozessen und Prozessberatung. Dabei ist für mich der Mensch mit seiner Sehnsucht nach Entfaltung und die Gestaltung eines Umfeldes, das eben diesen Raum zur Weiterentwicklung ermöglicht im Fokus.

Ich freue mich von Herzen darauf, Sie kennen zu lernen.

 
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